Wer kennt es nicht: Man liegt nachts wach im Bett, kann nicht entspannen, die Gedanken kommen nicht zur Ruhe. Von Einschlafen kann keine Rede sein. In der Folge wacht man morgens gerädert auf und fühlt sich tagsüber schlapp und energielos.
Es gibt immer wieder Zeiten, in denen wir aufgrund besonderer beruflicher Herausforderungen oder aus anderen persönlichen Gründen mehrere Tage hintereinander nicht entspannen und zu wenig schlafen. Dies ist normal. Schlafdefizite dieser Art können in der Regel kompensiert werden. Wer sein persönliches Schlafbedürfnis jedoch länger vernachlässigen, hat zwangsläufig mit vermindertem Leitungsvermögen zu kämpfen. Und wird oft auch krank.
Schlafforscher haben ihre Erfahrungen mit schlaflosen Menschen in Tipps zusammengefasst, mit denen gegengesteuert werden kann, ohne dass es zu ärztlichen Eingriffen kommen muss: Versuchen Sie zunächst herauszufinden, mit wie viel Schlaf Sie sich am wohlsten fühlen. Das Schlafbedürfnis des Menschen ist individuell unterschiedlich. Es hängt vom Alter, der Schlafqualität und den Regenerationsphasen während des Tages ab. Im Durchschnitt benötigt man etwa ein drittel des Tages Schlaf. Erwachsene schlafen im Durchschnitt zwischen 7 und 8 Stunden. Gute Möglichkeiten zur Erprobung bieten lange Wochenenden oder Urlaube. Während der Arbeitswoche sollte man sich dann aber auch an das persönliche Schlafbedürfnis halten.
Tun Sie aktiv etwas zur Verbesserung Ihrer Schlafqualität und entspannen Sie sich bewußt. Fördern Sie abends Ihre natürliche Schlafbereitschaft. Vermeiden Sie es, zu spät und zu viel zu essen. Ebenso sind vor dem Schlafengehen anregende Substanzen wie Kaffee, schwarzer Tee oder Nikotin zu vermeiden, so die Schlafmediziner. Alkohol, Medikamente und andere Suchtstoffe sind als Einschlafhilfe ungeeignet. Sie führen in die Abhängigkeit. Treiben Sie stattdessen nach Feierabend Sport, oder machen Sie am Abend einen Spaziergang an der frischen Luft. Lesen Sie vor dem Schlafengehen um zur Ruhe zu kommen noch ein wenig in einem guten Buch oder noch besser die Tageszeitung.
Wie kommt man zur Ruhe? Setzten Sie sich nicht unter Druck. Erwarten Sie nicht, gleich nach dem Hinlegen einschlafen zu können. Den Schlaf kann man nicht erzwingen. Dazu benötigt man Ruhe und Gelassenheit. Letztlich nimmt sich der Körper den Schlaf, den er braucht. Es ist normal, dass man vor dem Einschlafen den Tag noch einmal gedanklich Revue passieren lässt. Nehmen Sie sich dazu Zeit. Wenn Sie jedoch bemerken, dass Ihre Gedanken immer wieder um ein Thema kreisen, dann versuchen Sie sich gedanklich zu stoppen. Wenn es ein wichtiges Thema ist, verschieben Sie das Nachdenken bzw. die Problemlösungssuche verbindlich auf den nächsten Tag. Notieren Sie dies in Ihrem Terminkalender. Vermeiden Sie es generell im Bett ständig auf die Uhr zu schauen. Drehen Sie Ihren Wecker um! Wenn gar nichts geht: Anstatt ins Grübeln zu kommen, stehen Sie lieber auf und erledigen Sie eine Ihnen unliebsame Aufgabe, z.B. Wäsche machen, bügeln, aufräumen, Steuerunterlagen ordnen o.ä. ...
Wirkungsvolle Hilfe bei Einschlaf- und Durchschlafproblemen bieten Entspannungstechniken. Entspannung und Schlaf sind enge Verwandte. Wer es lernt sich zu entspannen, schläft leichter ein und verbessert seine Schlafqualität. Hier einige zusätzliche Tipps: Achten Sie bewußt auf Ihre Atmung. Zählen Sie Ihre Atemzüge. Gehen Sie Ihren Körper gedanklich Schritt für Schritt ab. Oder denken Sie an etwas Schönes, an ein positives Erlebnis oder an einen Urlaubsort. Machen Sie eine Phantasiereise zur Entspannung.
Wir wünschen Ihnen eine gute Nacht!